Tandy Radio Shack - Tandy 1000

Tandy Radio Shack - Tandy 1000

Prozessor und Taktrate Intel 8088 (4,77 MHz)  
Arbeitsspeicher 128 KByte (max. 128 KByte)  
ROM unbekannt  
Grafikchip CGA / TGA  
Auflösung bei maximalen Farben 320 x 200 (16 Farben)  
Soundchip --  
Soundkanäle --  
Gehäuseform Desktop  
Laufwerke Max. zwei 5,25" Floppylaufwerke (360 KByte)  
Anzeige EGA-Monitor, TV  
Erweiterbar mit Drucker, Speichererweiterung, Lightpen  
Erscheinungsdatum/ ggf. Neupreis 1984 / 1.199 $  
Betriebssystem MS-DOS, DeskMate 1.0  
Besonderheiten    
Bewertung
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Der Tandy 1000 war der Stammvater einer ganzen Serie an IBM PC kompatiblen Computern, die ausschließlich über die Ladenkette Tandy Radio Shack vertrieben wurde. Der Tandy 1000 ist als Nachfolger der bekannten TRS-80 Serie zu verstehen. Das im November 1984 erschienene Modell 1000 wurde von Tandy bewusst im Homecomputer- und Schulsektor lanciert und sollte dort einen Teil der IBM Käufer zum IBM PC kompatiblen Tandy locken. Hierzu muss jedoch angemerkt werden, dass die Kompatibilität in vielerlei Hinsicht nicht immer zu 100% gegeben war. 

Tandy Radio Shack übernahm dafür die grafischen Spezifikationen des Konkurrenten IBM PCjr. Ebenso, wie auch seine Audiofähigkeiten (dreistimmig). Der IBM PCjr. verwendete ein eigenes Grafiksystem, dass auf dem CGA Standard basierte, jedoch erheblich erweitert wurde. Statt vier, standen nun 16 Farben zur Verfügung bei einer Auflösung von 320 x 200 Bildpunkten.

Der IBM PCjr. Verschwand fast so schnell, wie er auf den Markt kam, doch der Tandy überlebte und damit auch die technischen Spezifikationen, die nun allerdings weitläufig als „Tandy compatible“ betitelt wurden. Tandy hatte eines der ersten kompatiblen PC-Systeme geschaffen, das bereits eine Vorstufe der später bekannten Chipsätze besaß. Grafikkarte, Soundchip und Joystick Ports (kompatibel mit den TRS-80 Color Joysticks) waren ebenso auf dem Motherboard integriert, wie auch der Floppycontroller und die parallele Schnittstelle. Dazu kamen noch die IBM PC üblichen Anschlüsse: Tastatur Interface, Erweiterungssteckplätze, DMA, Interrupt Controller und der Sockel für einen optionalen Co-Prozessor (jedoch nur beim Modell 1000A).

Die bedeutete für einen Computer auch eine erhebliche Platzersparnis. Ein vergleichbar ausgestatteter PC hätte vier kostbare Steckplätze besetzt. Der Tandy 1000 war somit erheblich ausbaufähiger und das bei ähnlichen Gehäusedimensionen, die auch der PC 5150 von IBM hatte. In diesem befanden bis zu zwei 5,25“ Floppylaufwerke (360 KByte, doppelseitig mit je 40 Spuren, die über Jumper konfiguriert werden mussten). Das Innere hatte mehr zu bieten: ein typischer Intel 8088 mit 4,77 MHz arbeitete als zentrale Recheneinheit. 128 KByte standen dem Anwender sofort zur Verfügung. Sollte dies nicht genügen, konnte der Arbeitsspeicher bis auf 640 KByte aufgerüstet werden. Jedoch nahmen die ersten Speichererweiterungen bereits zwei der drei XT-kompatiblen Steckplätze in Beschlag.

Um die Inhalte auszugeben konnte ein RGB Monitor für CGA und EGA Wiedergabe angeschlossen werden. Allerdings war es auch möglich das Bild über den Composite Video-Antenneneingang an einem Fernseher auszugeben. Auf der Rückseite des Systems waren zusätzliche Anschlüsse für das Audiosignal, einen Lichtgriffel und, via Edge-Card Connector, einen Parallel-Drucker. Dieser arbeitete nach dem Centronics-Standard und war somit nicht völlig kompatibel zum PC-Standard (ähnliche Probleme hatte auch der Amiga 1000). PC Drucker musste also über einen Adapter betrieben werden. Als Betriebssystem bot Tandy MS-DOS 2.11 und DeskMate 1.0 (einem frühen Windows Konkurrenten) an.

Tandy Radio Shack hatte mit dem Modell 1000 einen größeren Erfolg als IBM mit dem PCjr., der breits nach kurzer Zeit wieder vom Markt verschwand und auch fast das Ende für das damals junge Unternehmen Sierra On-Line (Space Quest, Kings Quest oder Leisure Suit Larry) bedeutete. Noch bis in die heutigen Tage befindet sich in einigen Unternehmen der 1000 noch immer im Einsatz. Für das Unternehmen Tandy selbst war das Modell der letzte Versuch den Computermarkt zu erobern. Obwohl noch einige weitere Versionen des Ursprungsmodells entwickelt wurden, begann man langsam mit dem Vertrieb unternehmensfremder Modelle, allen voran Compaq.

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Erstellt mit Citricle

Bild stammt von der Seite http://www.theoldcomputer.com